Bildungswerk

Bildungswerk der ver.di in Bayern e.V. Schwanthalerstraße 64, 80336 München Tel.:089/59977-3005, Fax 089/59977-3099 www.verdi-bw-bayern.de www.verdi-bildungswerke.de Das Bildungswerk der ver.di in Bayern e.V. ist zertifiziert nach dem BQM

e mail

Sie erreichen uns unter der e-mail Adresse info@ain-online.net

Besucher

Seitenaufrufe : 65361
HeuteHeute314
GesternGestern174
GesamtGesamt119453

Designed by:
SiteGround web hosting Joomla Templates
Berufsausbildung

 




Weiterbildung in der technischen Arbeitswelt

 

Die rasant zunehmende technisch, wissenschaftlichen Erkenntnisse müssen heute aus Konkurrenz-gründen rascher als früher umgesetzt werden. Die nutzbare Verwendungszeit einer technikgebundenen Qualifikation wird dadurch drastisch reduziert. Dies löst einen kontinuierlichen Bedarf nach Anpassungs- und Erneuerungsqualifikationsmaßnahmen aus.

Immer wichtiger werden heute aber auch die nicht technikgebundene Qualifikationen wie

  • soziale Kompetenzen
  • Projekt- und Managementfähigkeiten
  • Kompetenz zum interdiszipli­nären und vernetzten Denken
  • betriebswirtschaftliches Wissen
  • wirtschaftliche Lösungskompetenzen
  • arbeitsrechtliche und juristisch Kompetenzen

Wenn wir also von der Gesamtqualifikation eines Arbeitnehmers reden, meinen wir seine Technik-gestaltungs-, Prozess- und Kooperationskompetenz, die seinen Wert für das Unternehmen und dessen Kunden ausmacht.

Die Konsequenz aus dieser Entwicklung zeigt sich sowohl durch eine steigende Zahl von offenen Stellen am Arbeitsmarkt, als auch durch eine rasch anwachsende Zahl von arbeitslosen Spezialisten.

 (pewo)

 

Personalentwicklung in der Sackgasse

 

Die betriebliche Personalentwicklung im öffentlichen Dienst sowie in Wirtschaft und Industrie ist heute nicht in der Lage im ausreichenden Maß die Qualifikationen der Mitarbeiter an die Marktbedürfnisse anzupassen.

Einerseits werden Beschäftigte mit nicht mehr marktgerechter Qualifikation auf dem Arbeitsmarkt "entsorgt" und andererseits wird am Arbeitsmarkt händeringend nach Spezialisten mit aktuellen Qualifikationen gesucht. Die dabei wortreich vorgetragenen Klagen über fehlende Fachkräfte sind nicht angebracht, da es sich dabei um eine hausgemachte Krise handelt.

Wenn einerseits die Mitarbeiter aus Gründen der Wirtschaftlichkeit bis zur Belastungsgrenze im operativen Geschäft auf Kosten ihrer beruflichen Fortentwicklung eingesetzt werden, bis ihre Qualifikation nicht mehr ausreichend ist, andererseits auch gut ausgebildete Arbeitssuchende ab 45 kaum noch vermittelbar sind, führt dies zwangsläufig in eine betriebs- und volkswirtschaftliche Sackgasse.

Aus demographischen Gründen wird aber in Zukunft der Anteil der jungen frisch ausgebildeten Menschen deutlich sinken. Dadurch wird der Anteil der älteren  Mitarbeiter/innen automatisch steigen.

Ein Unternehmen das dann seinen Bedarf nach neuen Qualifikationen primär durch Einstellung von jungen, gut ausgebildeten, ungebundenen und flexiblen Berufsschul- und Universitätsabgängern zu decken sucht, wird damit am Standort Deutschland scheitern.

(pewo)

 

Aktuelles Wissen gewinnt gegenüber formalen Qualifikationen an Bedeutung

 

Heute sind 80% der Technologien, mit denen wir unsere Projekte gestalten, jünger als 10 Jahre, aber 80% der Qualifi-kationen, mit denen wir sie bewältigen, sind älter als 10 Jahre. Daher nimmt die Bedeutung aktueller Qualifikationen für Gehaltshöhe, Karrierechancen und Arbeitsplatzsicherheit gegenüber formalen Qualifikationen wie Schul- und Berufsbildung und Universitätsabschlüssen kontinuierlich zu. Diese Entwicklung ergibt sich logisch aus der Verringerung der Verwertungszeiten technischen Wissens.

Heute werden aktuelle technische Qualifikationen und zunehmend auch soziale Schlüsselqualifikationen wie Teamfähigkeit, Führungskompetenz, Menschenkenntnis und Urteilsfähigkeit gefordert. Ausbildungen und Studieninhalte sichern nur den beruflichen Einstieg

Um für die zukünftigen Beschäftigten bestmögliche Bedingungen für ihren Berufsstart zu schaffen, müssen nach Meinung der Berufsgruppe mti einige Punkte beachtet werden:

  • Umfassende schulische Grundausbildung als Voraussetzung für jede weitere berufliche Entwicklung
  • Einbringen von neuen und aktuellen Inhalten in die Berufsausbildungen und Studiengänge wie z.B. soziale Kompetenz, wirtschaftliches und juristisches Grundwissen sowie die Fähigkeit zum lebenslangen Lernen.
  • Außerdem muss die Fähigkeit zum vernetzten Denken in alle Lehrpläne aufgenommen werden, damit  der ständigen Wandel durch Globalisierung, wissenschaftlichen Fortschritt und beruflichen und gesellschaftlichen Veränderung von den Beschäftigten systematisch bewältigt werden kann.

(pewo) 

 
<< Start < Zurück 1 2 3 4 5 6 7 Weiter > Ende >>

AIN Bund, Powered by Joomla! and designed by SiteGround web hosting