Belastungsschutz: Aufgaben, Verantwortung und rechtliche Position im Arbeitsschutz

Gefährdungsbeurteilung zu psychischen Belastungen

 

Referent: Dipl.-Ing. (FH) Christian Humburg
ehemaliger Managementbeauftragter für den Arbeits- und Gesundheitsschutz bei Deutsche Telekom, mti München

Arbeitgeber/Dienstherren müssen ihre Aufgaben im Rahmen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes zur eigenen rechtlichen Position kennen. Nur dann können Aufgaben, Verantwortung im Arbeits- und Gesundheitsschutz verantwortungsvoll ausgeführt werden. Der gelebte Arbeitsschutz erhöht Zufriedenheit und Motivation der Beschäftigten, was sich positiv auf die Bilanz eines Unternehmens auswirkt. Was psychische Belastungen sind, wurde ausführlich mit Hilfe eines Belastungs-Beanspruchungs-Modells dargestellt. Wahrgenommene Beanspruchung bezieht sich auf die Wechselwirkung, die durch den Arbeitgeber und durch eine betroffene Person selbst zu beeinflussen sind.

Radonkonzentrationen in der Raumluft vergrößern das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken

Das Deutsche Ingenieurblatt berichtet in der Ausgabe Mai 2013 (www.deutsches-ingenieurblatt.de):

Hohe Radonkonzentrationen in der Raumluft vergrößern das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken. In Deutschland geht man davon aus, dass etwa 10% der Lungenkrebserkrankungen auf Radon zurück zu führen sind. Damit ist Radon nach dem Rauchen, die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs.

Hohe Bodenradonwerte werden häufig in Gebirgsregionen gemessen, die höchsten Werte stellen sich aber zumeist dort ein, wo der Mensch durch Bergbau in das Gefüge eingegriffen hat.

Die wichtigste Quelle der Radonkonzentration in Gebäuden ist zweifellos die Höhe der Radonkonzentration in der Bodenluft. Radonhaltige Bodenluft kann infolge Diffusion oder Konvektion durch die erdberührte Gebäudehülle in das Gebäude eindringen. Die Radonexhalation aus den eingesetzten Baustoffen ist eine weitere Quelle, allerdings mit deutlich geringerer Bedeutung als das Bodenradon. Als Senken wirken zum einen der natürliche Radonzerfall (als konstante Größe) sowie der Luftwechsel zwischen Raum- und Außenluft.

Diesem durch eine Reihe von Untersuchungen nachgewiesenen Zusammenhang steht die Tatsache gegenüber, dass das Wissen um die Gefährdungen hoher Radonbelastungen noch sehr gering ist.

Der bauliche Radonschutz gewinnt zunehmend an Bedeutung. In den meisten Neubauvorhaben sowie Sanierungen können die Mehraufwendungen für den Radonschutz in einem überschaubaren Rahmen gehalten werden, wenn bereits in einer frühen Planungsphase der bauliche Radonschutz einbezogen wird. Lediglich eine geringe Anzahl von Gebäuden (schätzungsweise 3 bis 5% aller Gebäude) erfordert einen höheren Aufwand für die Gebäudesanierung.

Mit der Überführung der aktuellen europäischen Strahlenschutzrichtlinie in nationales Recht wird der bauliche Radonschutz auch für Deutschland rechtlich neu zu bewerten sein. Es ist zu erwarten, dass er verbindlicher Teil im Baugenehmigungsverfahren wird. 

Der vollständige Artikel von Prof. Dr.-Ing. Reinhold Uhlig steht hier zur Verfügung.

c.hum


 

Bericht vom Ulmer Forum am 8.10.2011

Wenn ich einmal alt bin

Selbstbestimmtes Leben im Alter durch technische Assistenzsysteme

„Der Pflegeprozess ist heute total ausgeknautscht, alle Zeiten sind von vorn bis hinten durchgetaktet in Minuteneinheiten.“, Deshalb sieht Diplomingenieur Torsten Stevens vom Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme IMS in Duisburg in technischen Assistenzsystemen eine Möglichkeit, alten und vor allem demenzkranken Menschen länger ein selbstbestimmtes Leben im eigenen Zuhause zu ermöglichen. Denn der Pflegeaufwand wird durch den demographischen Wandel noch zunehmen.
 
Wie der Fraunhofer-Wissenschaftler, der als Zivildienstleistender eigene Erfahrungen in der Behinderten- und Altenpflege gemacht hat, beim Ulmer Forum ausführte, gehe es dabei nicht vorrangig darum, Neues zu erfinden, sondern auf dem Markt vorhandene Komponenten so zu kombinieren, das sie den Senioren das tägliche Leben erleichtern und dem Pflegedienst in einer Art Zentrale eine unauffällige Überwachung des Patienten ermöglichen um in Notsituationen rechtzeitig eingreifen zu können.

Neben Erleichterungen baulicher Art wie eine im Boden eingelassene Waage oder eine ebenerdige Dusche bedeutet es aber auch, in einer mit Sensoren gespickten Wohnung zu leben, in der die Bewegungen in Bad, Küche und Wohnräumen aufgezeichnet und an den Pflegedienst oder die Angehörigen weitergemeldet werden. Assistenzsysteme registrieren, ob die Tabletten genommen werden und erinnern per Leuchtbild im Badezimmerspiegel, Sensoren überwachen das Waschen, das Schlafen, das Essen.

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